| |
|
|
5
Gründe
|
|
[als
pdf-Dokument]
|
 |
|
L a u s c h e n ,
s i n g e n , f r a g e n , h ö r e n ,
|
|
fantasieren
und erzählen.
Staunen,
ahnen und verstehen, dass die Welt viel größer ist,
als
wir sie jetzt sehen.
|
 |
Liebe
Eltern,
dieses Motto könnte über dem Religionsunterricht stehen,
der Ihnen als Bildungsangebot der evangelischen Kirche in der
Schule Ihres Kindes zur Verfügung steht. Wofür Sie sich
bei diesem freiwilligen Unterricht konkret entscheiden, das werden
Ihnen die vor Ort unterrichtenden ReligionslehrerInnen auf einem
der ersten Elternabende vorstellen. Mit diesem Elternbrief möchten
wir einige grundsätzliche Überlegungen anregen. Wer
Kinder erzieht, wird der Frage nach den eigenen Lebensgrundlagen
nicht ausweichen können. Kinder fragen unerbittlich, sie
suchen Standpunkte, mit denen sie sich identifizieren oder von
denen sie sich abgrenzen können.
Woher kommt die Welt?
Warum müssen Menschen leiden?
Was kommt nach dem Tod? |
|
Gerade
die existenziellen, die »großen« Fragen, suchen
nach Antwort. Weder das Elternhaus noch die Schule darf den
Kindern ein redliches Gespräch über Leben und Tod
schuldig bleiben. Die Schule braucht einen Ort, wo diese Fragen
gestellt werden können, wo darüber nachgedacht und
gesprochen wird und die Entwicklung der Seele genau so ernst
genommen wird, wie die Entwicklung des Körpers und des
Geistes. Zum Glück sind die Zeiten vorbei, in denen das
Reden von Gott benutzt wurde, um bei Kindern Angst und Druck
zu erzeugen. Neue Erkenntnisse in der Pädagogik und Psychologie
haben ihren Niederschlag in den schulischen Lehrplänen
und der Ausbildung der ReligionslehrerInnen gefunden.
Wer sind und was können wir?
Worauf vertrauen wir?
Was hoffen wir?
Wovon lassen wir uns tragen?
|
Wir
alle kennen den Druck, jederzeit Meister unser selbst sein zu
müssen. Im Religionsunterricht werden Lebensentwürfe
zur Sprache gebracht, die als letztes Ideal nicht die Unabhängigkeit
haben, sondern das Vertrauen darauf, getragen zu sein. Hier werden
die Fragen der Kinder nach sich, nach dem Woher und Wohin ihres
Lebens, nach ethischen Begründungen menschlichen Handelns,
nach dem Leid und dem Bösen, nach religiöser Sprache,
Bildern und Symbolen, nach Grenzen des Vorstellbaren und in all
diesen
Aspekten nach Gott thematisiert. Der Religionsunterricht fördert
und praktiziert eine Grundhaltung des Staunens und Fragens, des
»Philosophierens mit Kindern und Jugendlichen«. Die
wichtigste Lernwelt unserer Kinder sind wir, die Erwachsenen.
Wir ReligionslehrerInnen verstehen uns ebenfalls als Fragende
und Lernende und gehen gemeinsam mit unseren SchülerInnen
auf die Suche nach Antworten. Unsere Grundlage
ist dabei die jüdisch-christliche Glaubenstradition. Die
Antworten anderer Religionen bedenken wir im Geist der Achtung
und des Respekts altersentsprechend mit. So können eigene
Überzeugungen der SchülerInnen wachsen und kann Lebensorientierung
entstehen. |
Religionsunterricht
auf vertiefendes Wahrnehmen
und Verstehen, auf die Fähigkeit, Inhalte
in Zusammenhänge einordnen zu können, auf ein
selbständiges religiöses und ethisches Urteilsvermögen,
auf Toleranz und Verständnisbereitschaft
sowie auf verantwortungsvolles Verhalten und
Handeln.
Lassen Sie Ihr Kind an diesem Prozess teilnehmen! |
 |
| |
|
|
|
|
|